LTE - Long Term Evolution

Was ist LTE?

LTE – drei Buchstaben, die für die Zukunft des Mobilfunks stehen. Zumindest Daten sollen in absehbarer Zeit über LTE-Netze mit Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr kabellos durch die Luft befördert werden. Zusätzlich besteht Hoffnung, die Zahl bislang schlecht versorgter Gebiete ohne schnellen Internetzugang dank LTE drastisch reduzieren zu können.

Was kann LTE?

LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“ und gilt derzeit als Nachfolgestandard von UMTS und HSPA. Bieten Mobilfunknetze in Deutschland bisher im Alltagsbetrieb Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 7,2 Mbit/s, surft man bei LTE schon zu Beginn mit einer Downloadrate von 100 Mbit/s. Nur so kann der ständig ansteigende mobile Datenverbrauch durch Smartphones, Internet-Tablets oder Notebooks in der Zukunft gemeistert werden.
Dank neu zu verteilender Funkfrequenzen, die besonders gut geeignet sind, auch größere Landstriche kostengünstig zu versorgen, kann LTE letztendlich einer flächendeckenden Breitbandversorgung zum Durchbruch verhelfen.

Vergleich der maximalen Geschwindigkeiten in Mobilfunknetzen

maximale Geschwindigkeit im:DownloadUpload
GSM-Netz mit GPRS53,6 kbit/s16 kbit/s
GSM-Netz mit EDGE220 kbit/s110 kbit/s
UMTS-Netz384 kbit/s128 kbit/s
UMTS-Netz mit HSDPA und HSUPA7,2 Mbit/s5,76 Mbit/s
LTE-Netz100 Mbit/s50 Mbit/s

Was sind die Vorteile von LTE?

Wichtigster Pluspunkt von LTE – vor allem gegenüber der Konkurrenztechnologie WiMAX – ist die einfache Erweiterbarkeit bestehender Mobilfunknetze. Hinzu kommen die extrem gesteigerten Übertragungsraten, die anfänglich bei 100 Mbit/s im Download und 50 Mbit/s im Upload liegen.
Außerdem reduzieren sich die so genannten Latenzen (Verzögerungen) bei der Übertragung von Daten auf wenige Millisekunden. Das kommt insbesondere zeitkritischen Anwendungen wie VoIP zugute, macht sich aber auch beim normalen Surfen schnell bemerkbar.

Digitale Dividende und Frequenzauktion

Aus technischer Sicht könnte LTE auch die bestehenden GSM- und UMTS-Netze ersetzen. Jedoch sollen diese Netze auch in Zukunft vorrangig die Sprachkommunikation übernehmen. Also braucht man neue Frequenzen für LTE.
Durch die deutschlandweite Umstellung des terrestrischen Fernsehens auf das digitale DVB-T-Verfahren in den letzten Jahren, ist ein größeres Frequenzspektrum frei geworden. Diese heißbegehrten Frequenzen versteigert die Bundesnetzagentur im zweiten Quartal des Jahres 2010 schließlich als so genannte „Digitale Dividende“ an die Mobilfunkanbieter T-Mobile, Vodafone, E-Plus und Telefonica o2.
Erst nach Ende der Auktion wird sich abzeichnen, wie die weitere Entwicklung von LTE in Deutschland aussieht.

Aktuelle Details zur LTE Verfügbarkeit